San Giovanni Rotondo liegt in einem Tal im Herzen vom Gargano, zu Fuße des Monte Calvo. Gegründet wurde der Ort von Siedlern aus Castel Pirgiano, und sein Name geht auf einen alten runden Tempel zurück, der Ianus gewidmet war – und auf dem später die kleine Kirche gebaut werden sollte, die von den Langobarden dem heiligen Johannes der Täufer geweiht wurde.
Die Geschichte der Stadt ist inzwischen untrennbar mit Padre Pio verbunden, dem sie ihre derzeitige Berühmtheit verdankt. Sein größtes Wunder, das selbst die größten Skeptiker nicht abstreiten können, liegt hier vor Augen aller: die „Casa Sollievo della Sofferenza“, das Aushängeschild des privaten Gesundheitssystems in Italien, führend in der Forschung und der Behandlung von Krankheiten.
Wenn man durch das historische Zentrum spazieren geht, trifft man auf viele Türme aus der Zeit Friedrich II. und zahlreiche Kirchen, darunter die Kirche von San Giuseppe Artigiano und die Kirche von San Nicola (auf deren Tor aus Kupfer einige Episoden aus dem Leben von Sankt Nikolaus abgebildet sind), die Kirche von Santa Caterina (die älteste der Ortschaft), die Kirche von San Leonardo (die wichtigste in San Giovanni Rotondo, an deren Eingangstor eine wertvolle Statue von San Michele Arcangelo steht), die Kirche von der Madonna di Loreto (mit einer Nachbildung in Realgröße der heiligen Geburtsstätte des Herrn in Betlehem), die Kirche von Sant'Onofrio und schließlich die Kirche von San Giovanni Battista aus dem 3./2. Jh. v. Chr. Außer den Kirchen seien wegen des unbestreitbaren historischen Interesses noch die archäologischen Fundstücke im alten Borgo Sant'Egidio und La Curvara genannt.
Was unbedingt besichtigt werden sollte:
» die Kirchen des historischen Stadtzentrums (die Kirche von Maria delle Grazie, die kleine Kirche von San Giovanni Battista Rotonda, die Kirche von Sant'Onofrio, die Kirche von Sant'Orsola und die Kirche von San Nicola);
» die Reste der Stadtmauer mit ihren Türmen aus der Zeit Friedrich II.;
» die „Casa Sollievo della Sofferenza“;
» das Denkmal aus Granit und Bronze „Via Crucis“, ein Werk von Francesco Messina;
» das Padre Pio-Denkmal von Pericle Fazzini;
» das „Santuario di Padre Pio“, entworfen von Renzo Piano;
» der Altar und das Kreuz der Wallfahrtskirche, zwei Werke von Arnaldo Pomodoro;